
Von Lampen und öffentlichen Plätzen: Noguchis experimentelle Plastiken
Der US-amerikanische Bildhauer und Designer Isamu Noguchi gilt als einer der vielfältigsten und experimentierfreudigsten Künstler seines Mediums. Ab dem 23. September inszeniert ihn das Zentrum Paul Klee in Bern in der gleichnamigen Ausstellung als Weltbürger, der Einflüsse aus den USA, Japan und Europa miteinander verband.

Isamu Noguchi (1904-1988) gilt in den USA als richtungsweisender Pionier, der die Landschaft nicht als Hintergrund für Plastiken sah, sondern als wesentlichen Bestandteil von Kunstwerken. Der im 20. Jahrhundert aufkommenden Land Art diente Noguchi neben wenigen weiteren Bildhauern als Vorbild. Zugleich machte der Künstler mit japanischen Wurzeln als experimentierfreudiger Designer auf sich aufmerksam. Materialien wie Stein, Bronze, Aluminium und Keramik sind sowohl die Basis für seine Kunstwerke als auch für seine Designstücke. Vom 23. September bis zum 8. Januar widmet das Zentrum Paul Klee in Bern Isamu Noguchi eine gleichnamige Ausstellung. Es präsentiert ein einzigartiges Œuvre, das diverse Techniken und Traditionen aus den USA, Japan und Europa vereint.
Noguchi wurde in Los Angeles geboren und arbeitete ab 1927 im Rahmen des Guggenheim-Stipendiums zwei Jahre lang als Assistent von Constantin Brancusi in Paris. Dort lernte er besonders den bildhauerischen Umgang mit Holz und Stein. Bereits 1929 hatte Noguchi seine erste Einzelausstellung in New York und konnte sich in den folgenden Jahrzehnten als Bildhauer und Designer etablieren. Er nahm zweimal (1959 und 1964) an der documenta teil und vertrat 1986 die USA auf der Biennale in Venedig.

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