Das Whitney Museum in New York untersucht die Geschichte und die Entwicklung von AARON, der ersten KI zur Bilderstellung. Sie wurde in den 1960ern von Harold Cohen entwickelt. Erklärt wird auch, was AARON von aktuellen KIs zur Bildgenerierung unterscheidet. Harold Cohen: AARON eröffnet am 3. Februar.
Wie das Kind, so der Computer: Der britische Künstler Harold Cohen beobachtete in den 1960er-Jahren, wie Kinder typischerweise Zeichnungen anfertigten, und entwickelte daraufhin die erste computergesteuerte Zeichenmaschine. Cohen, ein versierter Maler und Programmierer, fütterte die Software mit Kompositionsregeln, zeichnerischen Strategien und weiterem Equipment. Von den Anfängen im Jahr 1968 bis zu Cohens Tod im Jahr 2016 wurde AARON stetig weiterentwickelt. Die abstrakten Bilder wurden immer komplexer, im Laufe der 1980er gelang es Cohen, das Programm so zu ändern, dass es figurative Bilder anfertigte. Seit den frühen 1990ern war die KI in der Lage, farbige Bilder zu malen. Das Whitney Museum of American Art ist das einzige Museum, das verschiedene Versionen der AARON-Software sammelt. So gelingt mit der Ausstellung Harold Cohen: AARON eine faszinierende Ausstellung über die Fähigkeiten des ersten digitalen Künstlers und über die Geschichte von KI-Kunst. Interessant ist der Vergleich mit aktuellen Programmen wie DALL-E, Midjourney oder Stable Diffusion, die keine eigenen Bilder produzieren, sondern existierende Bilder als Basis für neue Kreationen nehmen. Die Ausstellung startet am 3. Februar und endet im Mai, das genaue Datum steht derzeit noch nicht fest.
Harold Cohen (1928-2016) war nicht nur ein Visionär, sondern auch ein großer Künstler: Im Jahr 1966 vertrat er Großbritannien bei der Biennale von Venedig, zuvor nahm er an der documenta III (1964) und 1963 an der Tokio Biennale teil. Im Jahr 1968 nahm er eine Professur im Visual Arts Department an der University of San Diego in Kalifornien an, wo er fast 30 Jahre lang unterrichtete. Im selben Jahr begann seine Arbeit an AARON, das seit 1973 diesen Namen trägt. Der Name bezieht sich auf die biblische Person, einem Bruder von Moses und dem von Gott erwählten ersten Hohepriester der Israeliten. Später fertigte Aaron das Goldene Kalb, als nicht sicher scheint, dass Moses vom Berg Sinai zurückkehrt. Cohen entwickelte AARON ununterbrochen fort. Im Jahr 2014 erhielt er den ACMSIGGRAPH Distinguished Artist Award für seine Lebensleistung im Bereich der Digitalen Kunst.
Die 8. Regionalschau: Zusammen.Leben präsentiert aktuelle künstlerische Positionen aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Ausstellung eröffnet am 06. April in der Drostei Pinneberg unter anderem mit Arbeiten von Frauke Petersen.
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